Markus Lehner
*1970, lebt und arbeitet in Oberösterreich
Austellungen (Auswahl): Galerie Paradigma (Linz), Galerie Forum (Wels), Schloss Parz (Grieskirchen), Kammerhofgalerie (Gmunden), Kunstwerktage Gallspach, Schlachthof Wels, ...
...um meine autistische weltsicht geht es hier, um eine abgeschlossene welt der dinge, deren form und material. Eine hinterlassenschaft aufarbeiten, als wäre man alleine auf der welt, das ist mein programm. Den bezaubernden glanz der dinge einfangen. Kleine, scheinbar "NUR" witzige kinderfigürchen spielsachen, haushaltsgegenstände (wie der haushalt als unerschöpflicher mikrokosmos generell) interessieren mich, ihr geheimes doppelleben, ihr mysterium.
Mit manchen objekten arbeite ich schon lange zeit. Sie tauchen immer wieder in bildern von mir auf und sind aufgrund ihrer eigenart so etwas wie lieblingsdarsteller geworden. In formationen oder einzeln leuchte ich sie künstlich aus, inszeniere und interpretiere und fotografiere sie und male sie schließlich auf leinwand, jedoch ausschließlich in schwarz-weiß.
S/W ist für mich die konzentration auf die form der dinge, auf ihr hell und dunkel, das sie letztendlich rein optisch ja ausmacht. Nichts anderes als die deutung eines objekts durch licht. Ausschnitte, lichtstimmungen, schatten und reflexe sind bewusst konstruiert um hin oder abzulenken. Ich versuche eine bizarre spannung aufzubauen. Einen thrill, der nicht wie im film durch handlung aufgelöst wird, sondern durch ein absurdes comicelement kompensiert wird...
der mensch ist in meinen bildern nur selten zu finden, es sei denn als schauspieler, wie in der serie stills\outtakes. ein aus dem zusammenhang gerissenes foto, ein aus dem film extrahiertes bild, der ursprünglichen handlung
Ich arbeite gerne innerhalb eng gesteckter grenzen, das objekt als solches bleibt realistisch dargestellt, dennoch zerlege und abstrahiere ich es in helle und dunkle flächen um es auf der leinwand völlig neu zusammen zu setzen. Dieser „RADIKALE“ realismus ist somit mittel zum zweck. begriffe wie realismus und abstraktion heben sich somit für mich gleichsam auf, oder werden eins.
Markus Lehner
